Temporäre Kunsthalle Berlin…in Second life schon realisiert!
Die Temporäre Kunsthalle Berlin ist in Second life schon realisiert- mit „Werbetafeln“ für das reale Projekt und einer „Kunstausstellung“ im Inneren.
Kurz zum „realen Projekt“: Auf dem Schlossplatz in Berlin soll eine Temporäre Kunsthalle errichtet werden.“Nach dem Abriss des Palastes der Republik Ende 2008 soll nach bisherigen Plänen des Senats auf der dann freien Fläche Rasen angelegt werden, bis die vom Bundestag beschlossene Wiedererrichtung des Stadtschlosses finanzierbar ist. Unterdessen gibt es Vorschläge, die Fläche für andere Zwecke wie beispielsweise die Präsentation von zeitgenössischer Kunst zu nutzen.“(http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrichten/schlossplatz/93985.asp)
Die Idee einer Temporären Kunsthalle entstand schon vor einigen Jahren, mittlerweile gibt es mehrere Entwürfe (GRAFT Architekten;Krischanitz ZT GmbH, Sauerbruch Hutton,Meinhard von Gerkan…).
In Second life wurde der Entwurf von Krischanitz ZT GmbH (Initiator: White cube Berlin) virtuell schon realisiert (siehe Screenshot). Bemerkensert dabei finde ich nicht die Idee, das Gebäude selbst in Second life zu erbauen (ein Entwurf ist ja ohnehin schon visualisiert),sondern den Ansatz Second life als“Werbeplattform“ für reale Projekte zu nutzen. Indem man das Gebäude für die Second life Spieler begehbar und somit erlebbar macht und gleichzeitig über Slogan und „Werbetafeln“ vor dem Gebäude die Brücke zum realen Projekt schlägt, spricht man die Wahrnehmung der Menschen ganz anders an als dies in der realen Welt möglich wäre.
Neben der Chance, Entwürfe in Second life zu realisieren, auszutesten und dafür zu werben stellt sich jedoch die Frage, ob die breite Masse der Second life Nutzer überhaupt für eine solche städtebauliche Thematik zugänglich ist bzw. wie die breite Masse für solche Themen sensibilisiert werden kann. Denn prinzipiell bleiben die realen Probleme, die die Planung im Hinblick auf Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit hat (Desinteresse, undurchsichtige Informationen, Unverständnis…) auch in Second life erhalten.
meine zweite Identität
Marline Merlin wurde am 30.04.07 geboren und erkundet ab nun die weite virtuelle Welt von Second life.Gerade hat sie sich ihr Aussehen und ihre Kleidung kreirt, die ersten Schritte gemacht, mit anderen Second life Nutzern gechattet-und die erste schöne Entdeckung gemacht: Marline kann FLIEGEN:-)…Marline gewöhnt sich jetzt erst mal ein, demnächst mehr….
Stadtplanung und Web 2.0…
Dieser blog entsteht im Rahmen eines Seminars am Lehrgebiet Computergestützte Planungs- und Entwurfsmethoden in Raumplanung und Architektur (TU Kaiserslautern, Studiengang Raum- und Umweltplanung). Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie die Anwendungen der unter dem Begriff Web 2.0 bekannten WebDienste im Bereich der Stadtplanung eingesetzt werden könnten.
Im Rahmen dieses Seminars werde ich „second life“, die bereits vielfach in den Medien diskutierte virtuelle Welt, vor dem Hintergrund der Frage: „Gibt es Potenziale für die Stadtplanung?“ erkunden. Es gilt Handlungs- und Kommunikationsmöglichkeiten, Fähigkeiten zum Erschaffen virtueller Landschaften, Gebäude, Städte usw. auszutesten und im Hinblick auf eventuelle Einsatzmöglichkeiten in der Öffentlichkeitsbeteiligung, bei der Visualisierung von Konzepten, zur Szenarienbildung, zur Sensibilisierung der Bevölkerung für stadtplanerische Themen und Problemstellungen usw. usw. zu bewerten.
Der Zeitraum für dieses „Experiment“ ist auf ca. 3 Monate begrenzt, in dieser Zeit soll Second life regelmäßig „gespielt“ und darüber berichtet werden. Für diesen Zweck habe ich RAUMPIONIER: eingerichtet und werde nun fleißig bloggen, um meine Erlebnisse in und Erkenntnisse über Second life hier festzuhalten…